VHV Haftpflicht: Der zuverlässige Schutz für Ersthelfer

Nach einem Unfall kann die Erste-Hilfe Opfer vor schweren Folgen bewahren und sogar Leben retten. Aber: Ersthelfer können bei Ihrem Einsatz dem Verletzten einen weiteren Schaden zufügen und dafür in Anspruch genommen werden. In diesen Fällen steht Ihren Kunden unsere PHV zur Seite.

Bei einem Notfall ist generell jeder zur Hilfeleistung verpflichtet. Das heißt: Jeder muss seinen Fähigkeiten entsprechend Hilfe leisten. Eine unterlassene Hilfeleistung kann strafrechtlich verfolgt werden. Es drohen Geldstrafen und in besonders schweren Fällen sogar Haftstrafen.

Gut zu wissen: Wer haftet im Fall des Falles?

Diese Verpflichtung zur Hilfeleistung wirft in der Praxis immer wieder Fragen zur Haftung auf. Grundsätzlich gilt für jeden Erste-Hilfe-Leistenden:

  • Ein Helfer an einer Unfallstelle muss nicht mit Schadenersatzansprüchen rechnen, wenn er die Hilfeleistung nach besten Wissen und Gewissen durchgeführt hat.
  • Nur wer dem Verunfallten mutwillig beziehungsweise grob fahrlässig einen weiteren Schaden zufügt, muss mit Schadenersatzansprüchen rechnen.
  • Fehlendes Wissen, beispielsweise von Erste-Hilfe-Praktiken, kann dem Hilfeleistenden nicht angelastet werden.

Schadenersatzansprüche: Ein Thema für die Privathaftpflicht

Werden Schadenersatzansprüche an den Hilfeleistenden gestellt, weil ein Schaden fahrlässig herbeigeführt wurde, ist das ein Fall für die Privathaftpflicht. Nach eingehender Prüfung werden berechtigte Schadenersatzansprüche befriedigt – unberechtigte Ansprüche werden abgewehrt.

Unsere PHV KLASSIK-GARANT kommt sogar für die Aufwendungen auf, die einem Helfer durch die freiwillige Hilfeleistung für die über unseren Vertrag versicherten Personen entstanden sind.

Fallbeispiel

Was passiert, wenn ein Arzt, der sich am Unglücksort befindet, bei Ausübung der Erste-Hilfe-Leistung dem Unfallopfer einen Schaden zufügt? Zu dieser besonderen Situation hat das OLG München in einem Urteil vom 06.04.2006 (Az.: 1U4142/05) entschieden, dass ein zufällig Erste-Hilfe leistender Arzt, genau wie jeder andere Hilfeleistende, nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit haftet. In einer solchen Situation gilt für den Arzt über die Privathaftpflicht der VHV der gleiche Versicherungsschutz, wie für alle anderen Versicherten.