Wohngebäudeversicherung: Neue Indexzahlen für 2015

Wie viel teurer wäre ein Neubau heute verglichen mit dem Jahr 1914? Eine Antwort auf diese Frage gibt der sogenannte Baupreisindex - und schafft damit eine einheitliche Basis zur Ermittlung der Versicherungssumme. Jetzt hat das statistische Bundesamt neue Indexzahlen vorgelegt.

Ab dem 1. Januar 2015 gelten neue Werte für den Baupreisindex, den gleitenden Neuwertfaktor und den Anpassungsfaktor.

Diese lauten wie folgt:

Baupreisindex für Neubauten
Der Baupreisindex zur Ermittlung der Versicherungssumme 1914 für alle Neubauten des Jahres 2015 beträgt 1.310,3.

Mittlerer Baupreisindex 2013
Der mittlere Baupreisindex 2013 beträgt 1.290,2.

Gleitender Neuwertfaktor
Der gleitende Neuwertfaktor für alle Wohngebäude nach VGB 88 lautet 16,9.

Anpassungsfaktor
Der Anpassungsfaktor für Wohngebäude nach VGB 2002, VGB 2007, VGB 2008 und VGB 2011 und Gewerbliche Gebäude nach ABFS 2012 bzw. SGlN 2012  lautet 16,74.


Das verbirgt sich hinter den neuen Indexzahlen

Die Versicherungssumme wird nach dem ortsüblichen Neubauwert ermittelt - der in den Preisen des Jahres 1914 ausgedrückt wird. Dieses Jahr war das letzte, in dem die Baupreise stabil und somit aussagekräftig waren. Mit Hilfe dieses fiktiven Gebäudeversicherungswertes 1914 hat man eine einheitlich Basis zur Berechnung des Gebäudeneuwertes und damit auch des Beitrages geschaffen.

So wird der Beitrag berechnet

  • Grundlagen der Berechnung des Beitrages sind die Versicherungssumme "Wert 1914", der vereinbarte Beitragssatz und der Anpassungsfaktor.
  • Der jeweils zu zahlende Jahresbeitrag wird berechnet, indem der vereinbarte Grundbetrag 1914 mit dem jeweils gültigen Anpassungsfaktor multipliziert wird.
  • Der vereinbarte Grundbetrag 1914 ergibt sich aus der Versicherungssumme "Wert 1914" multipliziert mit dem Beitragssatz.