Sach-Gewerbe: Summenanpassung um - 3,1 Prozent

Erstmalig nimmt die VHV zum 1. Januar 2016 eine Summenanpassung in der Inhaltsversicherung vor. Die Höhe der Anpassung hat das statistische Bundesamt bei - 3,1 Prozent festgelegt. Ihre Kunden haben die Möglichkeit zu widersprechen – innerhalb einer Frist von einem Monat nach Rechnungseingang.

Die Summenanpassung in der Inhaltsversicherung findet gemäß der Allgemeinen Bedingungen Firmen-Sachversicherung 2012, Teil B – Inhaltsversicherung, Ziff. 18 statt. Basisjahr für die Berechnung des Anpassungssatzes ist das Jahr, das zuletzt für eine Summenänderung des Vertrages berücksichtigt wurde. Aufgrund der Schwellenwertregelung von 3 Prozent wurde für 2016 vom statistischen Bundesamt eine Summenanpassung um - 3,1 Prozent festgelegt.

Kündigung oder Widerspruch? Diese Möglichkeiten haben Ihre Kunden

Ein außerordentliches Kündigungsrecht für den Versicherungsnehmer sieht die oben genannte Ziff. 18 nicht vor. Aber: Der Versicherungsnehmer hat die Möglichkeit innerhalb einer Frist von einem Monat nach Rechnungseingang Widerspruch einzulegen. Die Anpassung der Versicherungssumme wird dann ab Veränderungsbeginn aufgehoben.

Darüber hinaus kann der Versicherungsnehmer unter Einhaltung einer Frist von drei Monaten zum Ende des Versicherungsjahres verlangen, dass künftig keine Summenanpassungen mehr vorgenommen werden.

Das müssen Ihre Kunden jetzt beachten:

Sowohl der Widerspruch als auch das Aufhebungsrecht müssen in Textform erfolgen. Und: Werden beide Rechte gleichzeitig ausgeübt, muss deutlich zum Ausdruck gebracht werden, dass neben dem Widerspruch auch eine Aufhebung der Vereinbarung zur Summenanpassung gewünscht wird.