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Wohngebäudeversicherung: Die Indexzahlen für 2018

Wohngebäudeversicherung: Die Indexzahlen für 2018

Das statistische Bundesamt hat die neuen Indexzahlen vorgelegt, unter anderem für die Ermittlung des heutigen Neubauwerts der versicherten Immobilie. Außerdem gibt es für einige Tarifgenerationen weitere Beitragsanpassungen aufgrund des schlechten Geschäftsverlaufs. Die wichtigsten Details haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Baupreisindex: Warum werden die Beiträge angepasst?

Mit Hilfe des Gebäudeversicherungswert 1914 wird bei der Wohngebäudeversicherung eine einheitliche Basis zur Berechnung des Gebäudeneuwertes und damit auch der Versicherungssummen geschaffen. Von diesem fiktiven Wert gelangt man über den Baupreisindex zum heutigen Neubauwert des versicherten Gebäudes. Dieser Faktor stellt sicher, dass durch die Wertsteigerung der Immobilie im Laufe der Zeit keine Unterversicherung des Gebäudes entsteht. Jetzt hat das Statistische Bundesamt die neuen Indexzahlen vorgelegt.

Die Indexzahlen für das kommende Jahr

Ab dem 1. Januar 2018 gelten neue Werte für den Baupreisindex, den geltenden Neuwertfaktor und den Anpassungsfaktor. Folgende Werte sind zu beachten:

Baupreisindex für Neukunden
Der Baupreisindex zur Ermittlung der Versicherungssumme 1914 für alle Neubauten des Jahres 2018 beträgt 1.396,7.

Mittlerer Baupreisindex 2016
Der mittlere Baupreisindex 2016 beträgt 1.360,4.

Gleitender Neuwertfaktor
Der gleitende Neuwertfaktor für alle Wohngebäude nach VGB 88 lautet 18,1.

Anpassungsfaktor
Der Anpassungsfaktor für Wohngebäude nach VGB 2002, VGB 2007, VGB 2008 und VGB 2011 und Gewerbliche Gebäude nach ABFS 2012 bzw. SGIN 2012 lautet 17,87.

Zusätzliche Beitragsanpassungen: Diese Tarife sind betroffen

Die Versicherungsbeiträge orientieren sich jedoch nicht nur an den aktuellen Indexzahlen, sondern auch an aktuellen Schadenverläufen. Der Geschäftsverlauf in einigen Tarifen der Wohngebäudeversicherung ist insbesondere durch Leitungswasserschäden nach wie vor defizitär. Daher werden die Beiträge der Tarifgenerationen 09.2008, 07.2011, 10.2012 und 02.2014 ab Dezember 2017 linear um sechs Prozent erhöht. Diese Anpassung wirkt zur jeweiligen Hauptfälligkeit des Vertrages und erfolgt zusätzlich zu Anpassungen, die aufgrund von Gebäudealterung oder geänderter Faktoren vorgenommen werden. Alle anderen Tarife sind von dieser Beitragsanpassung nicht betroffen.