Wohngebäude: Neuer Baustein Wärmepumpe und Solarthermie
Immer mehr Wohngebäudeeigentümer setzen bei der Neuinstallation von Heizsystemen auf Wärmepumpen. Doch mit der Technologie gehen auch spezifische Schadenrisiken einher, die eine bedarfsgerechte Absicherung erfordern. Der neue Baustein "Wärmepumpe und Solarthermie" setzt genau hier an.

Wärmepumpenbestand weiter auf Wachstumskurs
Die Wärmepumpe hat sich als tragende Säule der Energiewende im Gebäudesektor etabliert: Mittlerweile wird fast jedes zehnte Gebäude auf diese Weise beheizt, während der Anteil bei neu errichteten Wohngebäuden sogar bei rund 70 Prozent liegt. Dass dieser Trend anhält, verdeutlichen auch die jüngsten Marktdaten: Allein im vergangenen Jahr wurden in Deutschland rund 299.000 neue Wärmepumpen installiert, was einem Zuwachs von mehr als 55 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Langfristig soll der Wärmepumpenbestand deutlich wachsen – politische Zielmarken von bis zu sechs Millionen Anlagen bis 2030 zeigen, welche Relevanz die Technologie künftig haben wird.
Was sind typische Schäden bei Wärmepumpen?
Aufgrund ihrer elektronischen Bauteile und der häufig exponierten Lage außerhalb von Gebäuden sind Wärmepumpen spezifischen Risiken ausgesetzt. Dazu gehören beispielsweise:
- Überspannung und Kurzschluss etwa durch Blitzereignisse oder Netzschwankungen, die Steuerungen, Verdichter oder Leistungselektronik beschädigen können
- Frostschäden an Außeneinheiten, z.B. wenn es bei niedrigen Temperaturen zu einem Anlagenstillstand kommt und gefrierendes Wasser Bauteile wie Wärmetauscher beschädigt
- Äußere Witterungseinflüsse wie Sturm, Hagel oder Starkregen, die Gehäuse, Technik oder Elektronik beeinträchtigen können
- Mechanische Schäden durch Anprall, beispielsweise durch Fahrzeuge, Gartengeräte oder herabfallende Gegenstände
- Betriebliche Ursachen wie Fehlbedienung, die Funktionsstörungen und Folgeschäden auslösen können.
Ausbau von Solarthermie stagniert
Im Gegensatz zum Zuwachs von Wärmepumpen stagniert der Ausbau von Solarthermieanlagen auf Wohngebäuden in Deutschland weitestgehend. Trotzdem sind derzeit rund 2,5 Millionen Solarthermieanlagen installiert.
Neuer Baustein: Wärmepumpe und Solarthermie
Der Baustein "Wärmepumpe und Solarthermie" erweitert die klassische Wohngebäudeversicherung um die gezielte Absicherung zentraler Energietechnik:
- Allgefahrendeckung für Wärmepumpen und Solarthermieanlagen
- Versicherungsschutz auch bei technischen Defekten
- Absicherung von Bedienfehlern
- Schutz über die klassischen Grundgefahren hinaus
Der Baustein greift genau dort, wo bei modernen Heizsystemen in der Praxis besonders häufig Schäden entstehen. Dazu zählen unter anderem Frostschäden, Material- und Konstruktionsfehler, das Versagen von Sicherheits- oder Steuerungseinrichtungen sowie Bedienungsfehler.
Breit aufgestellt: Diese Anlagen sind versicherbar
Versichert werden können Solarthermieanlagen, beispielsweise auf Haus- oder Garagendächern, sowie Wärmepumpenanlagen der oberflächennahen Geothermie. Dazu zählen Anlagen mit Erdwärmesonden bis zu einer Bohrtiefe von maximal 400 Metern ebenso wie Systeme mit Erdwärmekollektoren. Darüber hinaus sind Wärmepumpen aller gängigen Bauarten abgesichert, darunter Luft-Luft-Wärmepumpenanlagen, Luft-Wasser-Wärmepumpenanlagen sowie Grundwasser-Wasser-Wärmepumpenanlagen. Auch Kombinationen aus mehreren Anlagen lassen sich problemlos versichern und eignen sich damit ideal für moderne Energiekonzepte Ihrer Kunden.
Alle Voraussetzungen auf einen Blick
- Grundgefahrenabdeckung (Feuer, Leitungswasser, Sturm, Hagel) ausgewählt
- Anlagenalter max. 10 Jahre bei Antragsstellung
- Max. Leistung der Wärmepumpe bis 30 kW
- Gesamt-Investitionssumme max. 300.000 Euro bzw. max. 100.000 Euro je Anlage
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