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#VHVSoMe: Was heißt eigentlich Targeting?

#VHVSoMe: Was heißt eigentlich Targeting?

Algorithmus, organische Reichweite, Targeting ... wer auf Facebook als zusätzlichen Vertriebskanal setzt, wird um diese Ausdrücke nicht herumkommen. Unser Glossar erklärt die wichtigsten Begriffe und Sie werden merken: Social Media ist kein Hexenwerk.

Das Grundlegende

Nutzen Sie Facebook für gewerbliche Zwecke, sollten Sie sich ein Unternehmensprofil anlegen. Damit sind Sie rechtlich auf der sicheren Seite.

Die Grundidee von Facebook ist: Angemeldete Nutzer können Unternehmensprofilen durch „gefällt mir“ folgen oder diese abonnieren. Neue gepostete Inhalte (zum Beispiel ein Bild oder eine Nachricht) von abonnierten gewerblichen Profilen erscheinen dann im sogenannten Newsfeed des Nutzers. Damit ist der Facebook-Nutzer immer schnell über Ihre Neuigkeiten informiert.

Die private Nutzung von Facebook zwischen befreundeten Privatpersonen funktioniert ähnlich.

Bleiben Sie am Ball

Auch wenn Sie Facebook privat selbst nicht nutzen, große Teile Ihrer Kunden tun es. Versuchen Sie es doch mal und probieren sich ein bisschen aus. Wenn Sie keine Zeit haben, eigene Inhalte zu produzieren, können Sie auch einfach Posts von der VHV Facebook-Seite teilen. Im Dezember gehen wir voraussichtlich mit folgenden Themen an den Start:

Mittwoch 5.12.2018 Advent, Advent, der Vorhang brennt... – So kommen Sie unbeschadet durch den Weihnachtsstress.
Montag 10.12.2018 Gut zu wissen: Tannenbaum sicher transportieren
Mittwoch 12.12.2018 Verkehrschaos Weihnachten: Richtiges Verhalten nach Kfz-Unfall
Mittwoch 19.12.2018 Gut zu wissen: Schlüsselverlust
Montag 27.12.2018 Mit Ach und Krach: Sicher durch die Silvesternacht – So entgehen Sie brennenden Gardinen und anderen bösen Überraschungen.

Änderungen vorbehalten.

Algorithmus

Bei Google, Facebook und Co. legen Algorithmen fest, welche Inhalte der Nutzer zu sehen bekommt. Das bedeutet, Sie als Facebook-Nutzer sehen nicht automatisch alle Inhalte, die Ihre Freunde oder die Unternehmen, denen Sie folgen, posten. Der Grund: Mit jedem Klick hinterlassen Sie dem Algorithmus automatisch „Spuren“, er lernt, was Sie interessiert und wonach Sie suchen und bewertet entsprechende Inhalte als relevanter. Ihnen wird also eine Auswahl von Inhalten angezeigt, die der Facebook-Algorithmus für relevant für Sie hält.

Gut zu wissen: Für Ihr Unternehmensprofil bedeutet das: Der Algorithmus hat massive Auswirkungen darauf, wie sichtbar Ihre Inhalte sind. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann sich eine bessere Rangliste im Algorithmus erkaufen und Posts bewerben (Ads/Paid Media). Doch auch hier gilt: Je besser Ihre beworbenen Inhalte ankommen, desto häufiger und günstiger spielt Facebook sie aus.

Clickbait

Haben Sie auf Facebook auch schon einmal Überschriften gelesen, die klingen wie „Unglaublich, was da passiert ist!“? Oder die Infos versprechen etwas, das sich im dazugehörigen Artikel gar nicht wiederfindet? Und haben Sie selbst schon einmal den Drang verspürt, auf den Link zu klicken, um zu erfahren, was so unglaublich ist? Das nennt sich Clickbait: Der User wird beispielsweise mit einer Überschrift geködert – einzig und allein, um Seitenaufrufe zu generieren. Für den Algorithmus bedeutet das erst einmal, dass der Inhalt relevant ist und er streut ihn breiter. Facebook hat angekündigt, gegen Clickbaiting und irrelevante Inhalte hinter vielversprechenden Überschriften vorzugehen.

Content-Marketing

Ziel von Content-Marketing ist es, Kunden wirklich wertige Inhalte zur Verfügung zu stellen, um sie zu binden. Diese Inhalte können nützlicher Art sein (Wie schützen Sie sich gegen Einbrüche?) und/oder unterhalten und sollen Kaufentscheidungen durch ein positives Markenimage beeinflussen. Der Schwerpunkt des Inhalts liegt nicht auf der Produktpräsentation und die Tonalität ist nicht werbend, sondern entspricht eher der eines Ratgebers. Infos zu Produkten werden höchstens eingestreut. Content-Marketing gibt es nicht erst seit Facebook und Co., wurde aber mit dem Aufkommen von Social-Media-Kanälen zu einer Art Pflichtübung für Unternehmen.

Conversion/Konversion

Klickt ein Nutzer zum Beispiel auf einen Link, den Sie gepostet haben und tätigt auf der verlinkten Website eine positive Handlung (Vertragsabschluss, Abonnieren eines Newsletters, Download von Inhalten etc.), wird das als Conversion bezeichnet.

Hashtag

Wer einem Wort oder einer Wortverbindung ohne Leerzeichen ein # voranstellt, der setzt einen Hashtag (zum Beispiel #VHVGutzuwissen). Klicken Nutzer auf den Hashtag oder suchen danach, werden ihnen alle aktuellen öffentlichen Beiträge angezeigt, die diesen Hashtag enthalten. Ein großer Vorteil: Ist ein Thema in aller Munde (zum Beispiel der #Welthundetag), finden Nutzer Ihren Beitrag über die Hashtag-Suche – auch ohne Ihnen über eine Gefällt-mir-Angabe zu folgen. Nutzen Sie allerdings nicht zu viele verschiedene Hashtags in einem Beitrag, sondern am besten den gängigsten zum Thema, am besten vorab selbst einmal danach suchen. Am populärsten sind Hashtags übrigens bei Twitter.

Beispiel aus den Posts der VHV: Unter #RettungsgasseRettetLeben findet man diverse Posts, die sich mit dem Thema beschäftigen.

Interaktionsrate

Die Interaktionsrate (oder Engagement Rate) ist eine wichtige Kennzahl, mit der Sie messen können, wie gut Ihre Inhalte ankommen. Sie enthält den Prozentsatz aller Nutzer, die Ihren Post gesehen und mit ihm interagiert haben (Link-Klick, kommentieren, Gefällt-mir-Angabe, Kennzeichnung als Favorit, Inhalt geteilt usw.). Und Sie erinnern sich: Je mehr mit dem Beitrag interagiert wird, desto hochwertiger wird er auch vom Algorithmus eingestuft.

Organische Reichweite

Die organische Reichweite ist die Gesamtzahl aller Personen, die Ihren Beitrag gesehen haben, ohne dass Sie ihn beworben haben. Posten Sie einen Beitrag und bewerben ihn nicht, ist er erst einmal nur für Personen sichtbar, die Ihnen über den Gefällt-mir-Button folgen oder die Ihre Seite abonniert haben – und von denen (aufgrund des Algorithmus) auch nur ein Bruchteil. Bezahlte Inhalte hingegen werden (wenn Sie das im Targeting – siehe nächster Punkt – festlegen) auch Usern außerhalb Ihrer Kontaktliste gezeigt – so können auch neue Kunden auf Sie aufmerksam werden. Deren Gesamtzahl ist dann die bezahlte Reichweite.

Targeting

Wenn Sie Beiträge bewerben wollen, bietet Facebook Ihnen die Möglichkeit, die Zielgruppe, an die der bezahlte Beitrag ausgespielt werden soll, genau zu definieren. So können Sie beispielsweise Interessen der Zielgruppe eingeben (z. B. Tierfreunde, Moped-Fans, Skisport usw.), damit ein Post über eine Hundehaftpflichtversicherung auch bei den richtigen Usern, die sich eh für das Thema interessieren, ankommt. ACHTUNG: Facebook schlägt Ihnen unter jedem Beitrag auf einem blauen Button vor: „Beitrag bewerben“. Das sollten Sie lassen, denn die Bewerbung mit nur einen Klick ist weder günstig noch effizient. Nutzen Sie stattdessen den Werbeanzeigenmanager oder den Power Editor von Facebook – nur so können Sie das genaue Targeting vornehmen.

Teilen (Sharing)

Beiträge können von Nutzern geteilt werden – sie machen die Inhalte damit auch für ihre eigenen Freunde sichtbar, die den Beitrag ansonsten vielleicht gar nicht gesehen hätten. Bei Twitter nennt man das „Retweeten“.

Gut zu wissen: Unter jedem Beitrag befinden sich drei Optionen für den Nutzer. Wollen Sie einen Beitrag der VHV auf Ihrem eigenen Unternehmensprofil teilen, klicken Sie einfach auf „Teilen“, wählen Sie anschließend aus, auf welcher Ihrer Seiten (wählen Sie Ihr Unternehmensprofil) und in welcher Rolle (wählen Sie erneut Ihr Unternehmensprofil) Sie den Post teilen möchten. Fügen Sie nach Belieben noch ein paar persönliche Worte hinzu.

Troll

Ein Troll ist im Social-Media-Bereich keine Märchenfigur, sondern ein Nutzer, der hauptsächlich beleidigende Beiträge und Kommentare absetzt, um Frust abzubauen und/oder (den Verfasser des Posts oder andere Nutzer) zu provozieren. Versammeln sich viele Trolle unter einem Beitrag, kann es zu einem Shitstorm kommen.