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#VHVSocialMedia: Facebook richtig nutzen

#VHVSocialMedia: Facebook richtig nutzen

Kaum ein Unternehmer verzichtet heute noch auf eine Facebook-Präsenz. Die entscheidendsten Gründe: eine sehr unkomplizierte Kommunikation mit den Kunden und zielgruppengenaue Werbemöglichkeiten. Doch was gilt es zu beachten?

Social Media: Welche Kanäle sind sinnvoll?

Im August haben wir Ihnen einen Überblick zu den verschiedenen Social Media-Plattformen gegeben. Nun wollen wir mit Ihnen das Wissen über einzelne Kanäle vertiefen. Als erstes werfen wir einen genaueren Blick auf Facebook und geben Ihnen einige Tipps, auf was Sie achten sollten. Facebook soll den persönlichen Austausch fördern – auch zwischen Unternehmen und Kunden. Außerdem bietet die Plattform hervorragende Werbemöglichkeiten.

Die wichtigsten Gründe für eine Facebook-Präsenz

  • Unkomplizierter Kontakt zur Zielgruppe: Über 20 Millionen Menschen in Deutschland nutzen Facebook täglich. Darunter sind nicht nur junge Nutzer. Mit einem Facebook-Profil bieten Sie Ihren Kunden die Möglichkeit, Sie auf dem einfachsten Weg – nämlich über den Kanal, den sie in ihrer Freizeit nutzen – zu kontaktieren und mit Ihnen zu interagieren.
  • Gezielt werben: Werbemaßnahmen wie Flyer, Zeitungsanzeigen oder Banner im Internet gehören zwar nicht der Vergangenheit an, können aber durch Facebook-Ads gezielt ergänzt werden. Der große Vorteil: Bezahlte Inhalte werden von Facebook im Newsfeed der Nutzer ausgespielt – ohne auf den ersten Blick wie Werbung auszusehen. Zudem können Sie einstellen, an wen die Inhalte ausgespielt werden sollen: Für Ihren Post zum Thema Hundeversicherung können Sie beispielsweise festlegen, dass er nur Menschen angezeigt werden soll, die sich für Hunde interessieren. Facebook wertet über einen sehr genauen Algorithmus aus, welche Interessen die einzelnen Nutzer haben und platziert Werbung passgenau.
  • Präsenz und Expertise zeigen: Facebook bringt Sie ganz einfach in die Aufmerksamkeit der Zielgruppe. Dafür müssen Sie nicht zwangsläufig eigene Beiträge erstellen. Sie können auch Inhalte von uns oder anderen Seiten mit Ihren Followern teilen und diese mit eigenen Kommentaren und/oder Empfehlungen versehen. So tragen Sie dazu bei, dass sich Ihre Kunden besser in der Versicherungswelt zurechtfinden und Sie als Experten wahrnehmen.

Bitte beachten Sie: Wer erwartet, ein paar Posts auf Facebook machen sich sofort in den Verkaufszahlen bemerkbar, wird vermutlich enttäuscht. Direkte Abverkäufe funktionieren zwar auf Social Media, vorrangig allerdings in Branchen, in denen Spontankäufe wahrscheinlicher sind. Ihr Ziel sollte sein, Erreichbarkeit (besonders für Bestandskunden) herzustellen, einen Dialog anzubieten und ein positives Markenimage und Vertrauen aufzubauen. So schließen potentielle Kunden vielleicht nicht gleich eine Versicherung ab, wissen aber, an wen sie sich wenden können, wenn Bedarf besteht. Auf diesen können Sie natürlich auch gezielt aufmerksam machen, wie Sie es sonst in Beratungsgesprächen tun.

Gut zu wissen: Der Unterschied zwischen organischer und bezahlter Reichweite

Wenn Sie auf Facebook Beiträge erstellen, gelangen diese in den sogenannten Newsfeed ihrer Follower. Facebook spielt Ihre Inhalte tatsächlich aber nur an einen Bruchteil Ihrer Community aus, nie an alle – an wie viele und an wen, wird vom Facebook-Algorithmus bestimmt. Die Gesamtzahl aller Personen, die Ihren Beitrag auf diese Art sehen, bezeichnet man als organische Reichweite und diese ist in der Regel nicht besonders hoch. Bewerben Sie aber einen Post, können Sie festlegen, welcher Zielgruppe er gezeigt werden soll – und ob auch Fremde, also Personen, die Ihnen noch nicht folgen, den Beitrag sehen sollen. Sie kaufen sich sozusagen eine größere und spezifischere Reichweite für Ihren Beitrag. Ein Glossar mit weiteren wichtigen Erläuterungen finden Sie in unserem Artikel #VHVSocialmedia: Was heißt eigentlich Targeting?

Legen Sie unbedingt ein Unternehmensprofil an!

Sollten Sie noch mit einem privaten Profil mit Ihren Kunden kommunizieren, empfehlen wir Ihnen, möglichst schnell ein gewerbliches Profil anzulegen. Denn:

  • Laut Facebook-Regeln dürfen private Personen-Profile nicht dafür genutzt werden, gewerbliche Ziele zu verfolgen. Mit einem gewerblichen Profil laufen Sie folglich nicht Gefahr, von Facebook abgemahnt zu werden.
  • Wenn Sie mit einem privaten Profil Inhalte von Versicherungen teilen, könnte das als Schleichwerbung gewertet werden. Sie müssten streng genommen jeden Beitrag als Werbung kennzeichnen. Daher raten wir: Mit einem Unternehmensprofil wirken Sie dem Vorwurf der Schleichwerbung entgegen, da für alle erkennbar ist, dass wirtschaftliche Interessen hinter Ihrem Profil stecken.
  • Nur im Unternehmensprofil haben Sie die Möglichkeit, Werbung zu schalten. Außerdem können Sie Statistiken einsehen und Beiträge planen. Es stehen Ihnen also deutlich mehr Funktionen zur Verfügung als mit einem rein privaten Profil.

Unternehmensprofil anlegen: So geht's

Wenn Sie noch ein privates Profil nutzen, können Sie einfach eine neue gewerbliche Seite erstellen. Sie behalten das private Profil und managen von ihm aus die Aktivitäten Ihres Unternehmensprofils.

  1. Legen Sie unter „Erstellen“ eine neue Seite an. Diese Option finden Sie in der Desktopversion rechts neben dem Suchfeld.
  2. Anschließend richten Sie das Profil ein und bestücken es mit allen nötigen Informationen (inklusive Impressum). Dabei besteht auch die Möglichkeit, Informationen und Profilbilder aus Ihrem privaten Profil zu übernehmen – bisherige Posts können nicht einfach übernommen werden. Tipp: Achten Sie darauf, Ihre Unternehmensseite nicht nur mit Ihrem Namen, sondern Ihrem Unternehmen oder der Zusatzinfo „Versicherungsmakler“ zu benennen. Ihr privates Profil sollte nur noch Ihren Namen enthalten, damit Kunden, die nach Ihnen suchen, sofort erkennen, welches Ihr gewerblich genutztes Profil ist.
  3. Ihre bisherigen Freunde können zu Fans der gewerblichen Seite werden. Sie können Sie ganz einfach zum Abonnieren der Unternehmensseite einladen. Das wird Ihnen Facebook im Erstellungsprozess vorschlagen. Hier könnne Sie auch eine Auswahl treffen und müssen nicht all Ihre Freunde dazu einladen. Tipp: Teilen Sie vorab auf ihrer privaten Seite  mit, dass Sie Ihre geschäftlichen Aktivitäten auf der neuen Seite fortführen werden. Das schafft Transparenz und niemand wundert sich über die Einladung zur neuen Seite.
  4. Verwalten Sie die Unternehmensseite ganz bequem von Ihrem weiter bestehenden privaten Profil aus. Um Ihre Unternehmensseite zu verwalten, klicken Sie einfach auf den nach unten zeigenden Pfeil (ganz rechts im blauen Bereich, in dem sich auch das Suchfeld in der Desktopversion befindet) und wählen Ihre Unternehmensseite aus.

So kommunizieren Sie kanalgerecht:

  • Interagieren Sie mit Ihren (potentiellen) Kunden! Sie können beispielsweise Umfragen starten oder sich in Themengruppen umsehen und so herausfinden, was die Zielgruppe beschäftigt. Stellen Sie Fragen und erklären Sie die Welt der Versicherungen.
  • Antworten Sie auf Anfragen oder Kommentare innerhalb von 48 Stunden – schnelle Reaktionszeiten sind essenziell und werden erwartet.
  • Denken Sie immer daran, dass Sie die Nutzer in einer für sie privaten Umgebung erreichen. Werbung sollte also nicht zu plump daherkommen. Prüfen Sie daher immer, ob ihr Beitrag auch für diejenigen Nutzer einen Mehrwert erkennen lässt, die aktuell keine Versicherung abschließen wollen – so bleiben Sie auch bei diesen im Gedächtnis.
  • Spielen Sie mit Emotionen und versuchen Sie, die Nutzer auch ein Stück weit zu unterhalten. Zu trockene, sachliche Inhalte haben meist wenig Relevanz und werden vom Facebook-Algorithmus schlechter bewertet.
  • Reine Text-Posts gehen unter! Videos hingegen werden besonders gut von Facebook bewertet und dementsprechend auch häufiger ausgespielt. Bilder sollten als Eyecatcher eingesetzt werden und nicht zu viel Text enthalten (am besten weniger als 20 Prozent).
  • ACHTUNG: Facebook wird Ihnen vorschlagen, mit nur einem Klick Beiträge zu bewerben. Richten Sie lieber einen Facebook Business Manager ein – nur mit dem können Sie genaue Zielgruppen festlegen (Targeting) und die spezifischen Werbevorteile von Facebook auch wirklich nutzen.
  • Planen Sie Ihren Facebook-Auftritt! Gerade, weil mittlerweile sehr viele Unternehmen auf Facebook tätig sind, sollten Ihre Inhalte durchdacht sein, sonst gehen Sie in der Masse unter.
  • Setzen Sie nicht allein auf eine große Reichweite: Viele Follower erscheinen erst einmal wie ein gutes Ziel. Interaktionen wie Kommentare, geteilte Inhalte oder eine gezielte Nachfrage via Messenger sind aber meist aussagekräftiger für den Erfolg von Inhalten. Sorgen Sie durch genaue Werbeeinstellungen dafür, dass die Inhalte bei der richtigen Zielgruppe (so klein sie auch sein mag) ankommen, statt in der breiten Masse kein Gehör zu finden.

Probieren Sie es aus und rücken Sie auch im Netz näher an Ihre Kunden heran. Schauen Sie sich gern auch auf der VHV Facebook-Seite um. Mit folgenden Themen gehen wir in den kommenden Wochen voraussichtlich an den Start:

Donnerstag, 10.10.2019 Hunde sicher im Auto transportieren (anlässlich des Welt-Hunde-Tages)

Montag,
14.10.2019

#VHVBesserwisserMontag – Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.

Mittwoch, 23.10.2019 Laubkehren: Diese Regelungen sollten Sie kennen
Montag,
8.10.2019
Risiko Wildunfall: So reagieren Sie richtig
Mittwoch, 06.11.2019 Schäden am Pkw durch Entwendung  die neue Leistung

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